Berlin: Polizeischüler Muhammed I. verriet Dienstgeheimnisse an kriminellen arabischen Remmo-Clan

Die Berliner Polizeischule kommt seit 2017 nicht mehr aus den Negativ-Schlagzeilen raus.  Mangelnde Deutschkenntnisse und Disziplinlosigkeiten von Polizeianwärtern mit Migrationshintergrund sorgten immer wieder dafür, dass Polizeianwärter des mittleren Dienstes durch Prüfungen fielen.

Jetzt saß mit Muhammed I. (22) einer der Polizeianwärter mit Migrationshintergrund vor dem Amtsgericht auf der Anklagebank. Die ihm zur Last gelegte Straftat: Geheimnisverrat.

Der Polizeianwärter soll ein aus der internen Polizeifahndung abfotografiertes Foto per WhatsApp nicht nur an seine Freundin und an den zur Fahndung ausgeschriebenen Mann, bei dem es sich um einen Kumpel von ihm handelte, geschickt haben.

Stimmt“, gab der Polizeianwärter vor Gericht  zu. „Ich habe ihm das abfotografierte Fahndungsfoto geschickt. Aber nicht mit dem Bewusstsein, dass das verboten ist.“

Es ist naheliegend, dass der Polizeianwärter damit seinen Kumpel warnen wollte. Bei dem handelte es sich um einen „Ableger“ der zur organisierten Kriminalität zählenden arabischen Großfamilie Remmo, der eines Tankbetruges verdächtigt war.

Der Polizeianwärter versuchte sich vor Gericht damit rauszureden, er sei bei Einstellung als Polizeianwärter nicht über seine Verschwiegenheitspflicht belehrt worden. Dies glaubte ihm die Richterin natürlich nicht. 

Die Richterin: Dass man keine Polizei-Internas weitergeben darf, sagt einem doch schon der gesunde Menschenverstand.“

Die angestrebte Polizeilaufbahn war danach für Muhammed I. vorbei, auch wegen völlig unzureichender Noten. Der Prozess geht weiter. Mit einem Urteil ist im Februar zu rechnen.

Bei vielen Polizei-Azubis an der Berliner Polizeiakademie gibt es „grundsätzliche Schwierigkeiten im sprachlichen Bereich„, beispielsweise gravierende Mängel bei Rechtschreibung, Zeichensetzung und beim schriftlichen Verfassen von Texten. 

An der sogenannten Polizeiakademie in Berlin werden fast 2.500 junge Nachwuchspolizisten von 230 Lehrern und Dozenten ausgebildet. 

Der Anteil von Polizeischülern mit Migrationshintergrund ist in Berlin den vergangenen Jahren stark gestiegen, im aktuellen Jahrgang liegt er bei 45 Prozent. 

Unter den Polizeibeamten, die schon im Dienst sind, liegt der Anteil von Beamten mit Migrationshintergrund bei 32 Prozent. 2008 lag der Anteil noch bei 12 Prozent.

Dan Godan: „Ich halte es für einen Fehler, überhaupt Polizeianwärter mit Migrationshintergrund aus der Türkei und aus arabischen Ländern einzustellen.“